Gibt es heute die erste deutsche Medaille bei diesen Winterspielen? Gut möglich. Denn es gibt einige Chancen. In insgesamt acht Wettbewerben fallen an diesem Sonntag die Entscheidungen um Gold, Silber und Bronze.
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07.02.2026 21:57 Uhr |

Gibt es heute die erste deutsche Medaille bei diesen Winterspielen? Gut möglich. Denn es gibt einige Chancen. In insgesamt acht Wettbewerben fallen an diesem Sonntag die Entscheidungen um Gold, Silber und Bronze.
Im Kampf gegen ihre vorläufige Dopingsperre bekommt die italienische Biathletin Rebecca Passler bei den Winterspielen im eigenen Land moralische Unterstützung von ihren Teamkolleginnen. „Ich habe ihr natürlich eine Nachricht geschrieben, weil ich ihr in diesem schwierigen Moment nahe sein wollte“, sagte die frühere Weltmeisterin Dorothea Wierer in Antholz. Passler sei eine „tolle Person“, die Unterstützung verdient, ergänzte die 35-Jährige, die zweimal den Gesamtweltcup gewann. „Mehr können wir im Moment nicht tun. Wir können nur abwarten und ihr eine große Umarmung schicken.“Die 24 Jahre alte Passler will ihre Sperre nicht akzeptieren und reichte beim Internationalen Sportgerichtshof Cas einen entsprechenden Antrag dagegen ein. Schon am kommenden Dienstag wird sie deswegen angehört. Das teilte die Ad-hoc-Kammer des Cas bei den Winterspielen in Mailand mit. (dpa)
Die Winterspiele machen auch italienische Schlager wieder populär, die ein wenig in Vergessenheit geraten waren. Am ersten Tag wurde an vielen Wettkampfstätten von den Zuschauern vor allem „Nel blu, dipinto di blu“ mitgesungen, das international besser als „Volare“ bekannt ist.Das Lied aus dem Jahr 1958 – im Original von Domenico Modugno und Johnny Dorelli – war auch Bestandteil der zentralen Eröffnungsfeier im San-Siro-Stadion in Mailand. Allerdings gab es an der Interpretation durch die US-Popdiva Mariah Carey einige Kritik. Auch dass der italienische Text für die Amerikanerin in Lautsprache auf dem Teleprompter lief, sorgte für Spott.Bei den Wettkämpfen war des Öfteren auch der Klassiker „Azzurro“ von Adriano Celentano zu hören. Bei den Eisschnelllauf-Wettbewerben spielte ihn eine Blasmusik-Band aus den Niederlanden. Bei der Eröffnungsfeier hatten sich die Organisatoren für einen anderen Celentano-Song entschieden, den Titel „Prisencolinensinainciusol“, der sich zwar sehr englisch anhört, aber in einer erfundenen Sprache geschrieben ist.Celentano kommt aus Mailand. Zur Eröffnung der Spiele in seiner Heimatstadt trat der inzwischen 88-Jährige aber nicht in Erscheinung. Am Rande der Wettkämpfe liefen auch oft auch „Felicità“ von Al Bano und Romina Power sowie „Sarà perché ti amo“ von Ricchi e Poveri vom Band. (dpa)
Eiskunstlauf-Superstar Ilia Malinin hat im Teamwettbewerb den ersten Rückschlag bei den Olympischen Spielen in Italien hinnehmen müssen. Das US-Wunderkind belegte im Kurzprogramm mit 98,00 Punkten nur den zweiten Platz und hatte mehr als zehn Zähler Rückstand auf den Japaner Yuma Kagiyama, der mit einer fulminanten Darbietung auf 108,67 Punkte kam. Malinin, der wegen seiner vielen Vierfachsprünge auch als „Vierfach-Gott“ bezeichnet wird, zeigte in Mailand ungewöhnliche Schwächen – unter anderem beim dreifachen Axel. Auf Gold-Kurs ist der 21-Jährige mit den USA aber trotzdem. Zur Halbzeit führt der Topfavorit mit 34 Punkten knapp vor Japan (33 Punkte). Den dritten Platz belegt nach dem Rhythmustanz im Eistanz sowie den Kurzprogrammen bei den Paaren, Frauen und Männern mit 28 Zählern Gastgeber Italien. Insgesamt zehn Nationen nahmen am Wettbewerb teil. Dabei werden für die Gesamtpunktzahl die Platzierungen zusammengerechnet – für einen Sieg gibt es die meisten Punkte, für den letzten Platz die wenigsten. Für die Kürprogramme qualifizierten sich die besten fünf Teams. Die Entscheidung fällt am Sonntagabend (21.55 Uhr) mit der Kür der Männer. Das deutsche Team hatte sich nicht qualifiziert. (dpa)
Katharina Schmid zuckte enttäuscht mit den Schultern, Selina Freitag lächelte gequält: Die deutschen Skispringerinnen haben ausgerechnet zum Olympia-Auftakt einen der schwächsten Wettkämpfe der Saison abgeliefert. Beim überraschenden Sieg der Norwegerin Anna Odine Ström war mehr als Rang sieben für Freitag nicht drin, die erhoffte Medaille weit entfernt. „Ich hatte ein bisschen Pech, es war bei mir vielleicht nicht ganz so locker“, sagte Schmid, die bei der Eröffnungsfeier 24 Stunden zuvor an gleicher Stelle die deutsche Fahne getragen hatte. Für die zweimalige Olympia-Zweite stand am Ende Rang 16 auf der Normalschanze von Predazzo. Zweitbeste Deutsche war Agnes Reisch auf Rang neun. Nicht zu schlagen war Ström, die mit Flügen auf 100,0 und 101,0 m Topfavoritin Nika Prevc auf Rang zwei verwies. Nozomi Maruyama aus Japan holte Bronze. Weltmeisterin Prevc brach nach dem Wettkampf in Tränen aus, denn Teil eins der erwarteten Prevc-Festspiele in Italien ist misslungen. Bruder Domen kann es am Montag an gleicher Stelle besser machen. Für das DSV-Team endete derweil eine beeindruckende Serie: Bei der vierten Olympia-Entscheidung der Geschichte stand erstmals keine Deutsche auf dem Podest. Carina Vogt hatte bei der Premiere 2014 Gold gewonnen, 2018 und 2022 holte Schmid jeweils Silber. „Ich glaube, im Moment bin ich ein bisschen enttäuscht“, sagte Schmid nach dem mäßigen Start in das letzte Großereignis ihrer Karriere. Reisch sah das ähnlich: „ich habe meine Leistung gezeigt – aber ich habe mir schon ein höheres Ziel gesetzt als Platz neun.“ Juliane Seyfarth verpasste als 32. sogar den zweiten Durchgang. Bundestrainer Heinz Kuttin hatte sich nach den starken Vorleistungen durchaus mehr erhofft. „Selina und Agnes sind richtig gut drauf, beide haben richtig gute Medaillenchancen“, hatte der Österreicher vor dem Wettkampf gesagt. Reisch, Freitag und Schmid hatten in dieser Saison alle schon das Podest erreicht. Doch auf dem kleinen Bakken reichte es nicht zum großen Wurf, schon nach dem ersten Durchgang waren die Chancen quasi dahin. Reisch und Freitag empfahlen sich aber zumindest für einen Platz im Mixed am Dienstag, in diesem geht jede Nation mit zwei Männern und zwei Frauen an den Start. Freitag und Co. haben in Italien noch zwei weitere Medaillenchancen: Nach dem Mixed wird am 15. Februar erstmals eine Olympiasiegerin von der Großschanze gekürt. (sid)
Finnlands Eishockey-Frauen sind nach dem Norovirus-Ausbruch in ihrem ersten Turnierspiel bei den Olympischen Spielen chancenlos geblieben. Die Bronzemedaillengewinnerinnen von 2022 verloren gegen den Favoriten USA mit 0:5 (0:1, 0:3, 0:1).Die finnische Mannschaft hätte eigentlich am Donnerstagabend gegen Kanada spielen sollen. Nachdem der Großteil des Teams aber erkrankt war, hatte das IOC das Duell mit den Olympiasiegerinnen von Peking auf den 12. Februar (14.30 Uhr) verlegt. Laut finnischem Verband wären lediglich acht Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen einsatzbereit gewesen, die restlichen 13 Spielerinnen seien von der Durchfallerkrankung betroffen gewesen.Die Amerikanerinnen hatten vor den Augen von US-Vizepräsident JD Vance gegen die geschwächten Finninnen nur wenig Mühe. Insgesamt standen 49:11 Schüsse in der Statistik. Kapitänin Hilary Knight stellte mit dem 4:0 den Rekord für die meisten Tore bei Winterspielen des Team USA ein, mit 14 Treffern liegt die 36-Jährige nun gleichauf mit Katie King and Natalie Darwitz.Nach dem zweiten Sieg im zweiten Spiel liegen die USA bereits früh auf Kurs. In der Top-Gruppe A stehen alle fünf Teams bereits im Viertelfinale, in dem Goldfavorit USA auch auf die deutsche Auswahl treffen könnte. (sid)
Bei einer Demonstration am Rande der Olympischen Winterspiele ist es in Mailand zu Krawallen gekommen. Nach einem Protestmarsch von mehr als 3.000 Menschen in Richtung des olympischen Dorfes warfen einige Teilnehmer Rauchbomben und Molotow-Cocktails in Richtung Sicherheitskräfte. Die Polizei setzte Schlagstöcke, Wasserwerfer und Tränengas ein. Es gab mindestens fünf vorläufige Festnahmen.Der Protest richtete sich unter anderem gegen die Anwesenheit von Beamten der US-Einwanderungspolizei ICE bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Die Polizei sprach von etwa 3.000 Teilnehmern. Nach anderen Schätzungen waren es etwa 5.000. Bei dem Demonstrationszug waren – wie bei früheren Märschen – wieder Plakate wie „ICE out“ («ICE raus») oder „ICE=SS“ zu sehen. Die US-Einwanderungspolizei steht in der Kritik wegen ihres teils brutalen Vorgehens gegen Migranten in den Vereinigten Staaten, bei dem auch zwei Menschen getötet wurden. In der US-Delegation sollen sich ICE-Beamte um den Schutz von Offiziellen wie US-Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio kümmern. Italiens rechte Regierung betonte mehrfach, dass die ICE-Angehörigen auf den Straßen nicht zum Einsatz kämen. Insgesamt werden rund um die Spiele mehr als 6.000 italienische Sicherheitskräfte eingesetzt. Vor einer Woche waren bei einer Kundgebung von Autonomen in der früheren Olympiastadt Turin mehr als 100 Menschen verletzt worden. (dpa)
Die italienische Biathletin Rebecca Passler geht gegen ihre vorläufige Dopingsperre vor. Die 24-Jährige reichte beim Internationalen Sportgerichtshof Cas einen Antrag ein und wird schon am kommenden Dienstag angehört. Das teilte die Ad-hoc-Kammer des Cas bei den Winterspielen in Mailand mit.Passler fordert den Angaben zufolge, die Sperre wegen fehlender Absicht aufzuheben und ihr eine Olympia-Teilnahme in ihrer Heimat Antholz zu ermöglichen. Sie war bei einer Kontrolle außerhalb des Wettkampfs im Januar laut Italiens Anti-Doping-Behörde positiv auf Letrozol getestet worden.Mit dem Medikament kann der Östrogenspiegel gesenkt werden, hauptsächlich wird es aber zur Krebsbehandlung eingesetzt. Die Biathletin argumentiert laut Cas-Mitteilung, es habe sich um einen Fall von Verunreinigung gehandelt, sie treffe keine Schuld. (dpa)
Eisschnellläuferin Francesca Lollobrigida hat über die 3000 Meter sensationell das erste Gold für Olympia-Gastgeber Italien gewonnen. Die 35-Jährige siegte an ihrem Geburtstag in Mailand in einer olympischen Rekordzeit von 3:54,28 Minuten vor Ragne Wiklund aus Norwegen (3:56,54 Minuten) und der Kanadierin Valérie Maltais (3:56,93 Minuten). Lollobrigida, die die Großnichte der berühmten Schauspielerin Gina Lollobrigida ist, ist die erste italienische Eisschnelllauf-Olympiasiegerin in der Geschichte der Spiele. Die Niederlande um Topfavoritin Joy Beune ging überraschend leer aus. Beune enttäuschte als Vierte. Josie Hofmann als einzige deutsche Teilnehmerin landete im Milano Speed Skating Stadium vor den Augen der früheren Eisschnellläuferin Claudia Pechstein in 4:06,54 Minuten auf dem 14. Platz. Die Olympiasiegerin von 2010 über die 3000 Meter, Martina Sablikova aus Tschechien, musste ihren Start krankheitsbedingt kurzfristig absagen. Es sei die „schwerste sportliche Entscheidung“ ihres Lebens gewesen, äußerte Sablikova auf Instagram. (dpa)
Die ersehnte Medaille bei den Winterspielen von Mailand und Cortina ist für Rodler Felix Loch in weite Ferne gerückt. Der Goldfavorit patzte im ersten von vier Läufen schwer und liegt zur Halbzeit der olympischen Rodelrennen nur auf Rang acht. Vor den beiden abschließenden Läufen an diesem Sonntag hat der 36-Jährige aus Berchtesgaden 0,919 Sekunden Rückstand auf seinen führenden Teamkollegen Max Langenhan. Trotz Startrekord in 3,497 Sekunden berührte der Weltcup-Gesamtführende Loch oben eine Bande und verlor somit viel Geschwindigkeit. So schüttelte der dreimalige Olympiasieger im Ziel nur den Kopf. Die erhoffte Aufholjagd im zweiten Durchgang blieb aus, sein Rückstand auf die Medaillenränge wuchs weiter an.„Es wollte einfach nicht“, sagte Loch: „Es ist bitter, wenn es bei Olympia passiert. Aber es geht morgen weiter, da müssen alle noch zweimal runter.“ Nun werde er sich „bei einem Bierchen“ überlegen, was er noch verändern kann. Loch mutmaßte, das Setup sei nicht das richtige gewesen: „Vielleicht finden wir irgendwo noch eine Zehntel, aber mehr wird am Ende nicht möglich sein. Die Zeit verliere ich von oben bis unten.“ Langenhan sei „stark gefahren“, ergänzte er anerkennend – nun werde er ihm „die Daumen drücken“.Besser machte es Weltmeister Langenhan vom BRC Friedrichroda. Der mit Startnummer eins ins Rennen gegangenen 26-Jährige zauberte gleich einen Bahnrekord ins Eis des neu gebauten Cortina Sliding Centres und verbesserte diese Bestmarke im zweiten Durchgang noch einmal.Zweiter vor den beiden entscheidenden Läufen am Sonntag ist der Österreicher Jonas Müller, der bislang drei Rennen in dieser Saison gewann. Er hat 0,162 Sekunden Rückstand auf Langenhan. Auf Rang drei folgt der Italiener Dominik Fischnaller, der in Peking vor vier Jahren Bronze holte. Der Chemnitzer Timon Grancagnolo liegt auf Rang neun direkt hinter Loch. (dpa)
US-Rodlerin Sophia Kirkby macht nicht nur Jagd auf Medaillen. Die 24-Jährige sucht bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo auch ganz offen nach Flirts. Sie selbst bezeichnet sich auf Instagram „als die begehrteste Junggesellin im olympischen Dorf“. Nach ihrem Start bei der olympischen Premiere der Doppelsitzerinnen am kommenden Mittwoch (19.40 Uhr) hat sie vor allem den Valentinstag drei Tage später im Visier. „Ich bin Single und dachte, es wäre interessant für die Leute, das Dating-Leben einer Olympionikin während der Spiele mitzuerleben. Es passt perfekt, denn der Valentinstag fällt mitten in die Spiele“, sagte Kirkby, die sich nach ihrem Wettkampf noch „etwa anderthalb Wochen Zeit gibt, einfach mal als Erwachsene auf einem Spielplatz zu sein“. So werde sie auch auf Dating-Plattformen aktiv sein. Kirkby weiß recht genau, was sie will. „Beim Rodeln kenne ich schon alle. Bobfahren – das mache ich nicht noch mal. Skeleton – ich glaube, die haben alle Freundinnen. Beim Curling – ich weiß nicht, wie die Athleten so sind, aber ich stelle mir einfach lauter Väter vor“, sagte die US-Rodlerin. „Wenn ich also keine Olympioniken finde, bin ich sehr offen für Dates mit Fans“, betonte Kirkby, die sich selbst als Live-Version von „Olympia-Bachelorette“ sieht. Die begeisterte Töpferin, die handgefertigte Kaffeetassen mit Olympia-Motiven vorbereitet hat und auch als „Pin-Königin“ im olympischen Dorf unterwegs ist, musste im vergangenen Jahr einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Ihr Vater starb an Krebs. Nun trägt sie auf ihrem Handschuh eine Botschaft von ihm: „Ich wäre überglücklich, wenn du es ins Olympia-Team schaffen würdest.“Ihr Vater sei der Hauptgrund, warum sie diesen Sport betreibe. „Er war Bobfahrer bei der US Air Force und hat mich zum Rodeln gebracht. Es schmerzt mich sehr, dass er es nicht bis zum Ende geschafft hat. Wir hatten eine sehr enge Vater-Tochter-Beziehung“, sagte Kirkby, die 2022 und 2024 bei der WM Bronze im Doppelsitzer holte. (dpa)
Die Häme für Mariah Careys Auftritt bei der Eröffnungsfeier in Mailand sorgt bei den Olympia-Machern für Unverständnis. Im Netz hatten Zuschauer der Auftakt-Zeremonie nach Careys Interpretation des Klassikers „Nel blu, dipinto di blu“ über den Einsatz eines Teleprompters mit der Lautschrift des Liedtextes gespottet. Zudem wurde gemutmaßt, die US-Popdiva habe gar nicht live gesungen, stattdessen sei ihr Gesang vom Band gekommen. „Mariah Careys Auftritt war außergewöhnlich, sie hat einen magischen Moment erschaffen“, sagte Maria Laura Iascone, Zeremonienmeisterin der italienischen Olympia-Organisatoren, zu der Kritik. Iascone verwies darauf, dass Carey nicht für ihre Show bezahlt worden sei, dies sei Bedingung für die Künstler gewesen. Den Spekulationen um einen Playback-Einsatz entgegnete die Funktionärin: „Um auf der sicheren Seite zu sein, zeichnen wir bei solchen Events immer vorher auf, das ist Standard für solch wichtige Übertragungen. Aber der gestrige Auftritt war außergewöhnlich, wir waren sehr zufrieden, die Bilder beweisen das.“ Carey war im ersten Teil der Eröffnungsfeier im Mailänder Fußballstadion San Siro aufgetreten. In einem weiß-silbernen Glitzerkleid und Federumhang sang sie zunächst das besser als „Volare“ bekannte Lied, dann ließ sie ihren Hit „Nothing Is Impossible“ folgen. „Ein absoluter Traum ist wahr geworden: Ich durfte bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand-Cortina auf Italienisch auftreten! Vielen Dank an alle, die das möglich gemacht haben. Nichts ist unmöglich!“, schrieb die 56-Jährige anschließend auf Instagram. Olympia-Organisationschef Andrea Varnier versicherte: „Ich bin sehr glücklich mit dem Ergebnis.“ Die Eröffnungsfeier nicht nur in Mailand, sondern an drei weiteren Orten in den Bergen zu veranstalten, sei nicht einfach gewesen. In Mailand habe es mit 61.221 verkauften Tickets einen Rekord für die Eröffnung von Winterspielen gegeben, sagte Varnier. Zudem seien weitere 10.000 Zuschauer in Cortina d'Ampezzo, Predazzo und Livigno gezählt worden. (dpa)
Mit Beginn der Winterspiele sind auf dem Streckennetz der italienischen Eisenbahn im Norden des Landes an drei Stellen Beschädigungen entdeckt worden. Derzeit laufen Ermittlungen, ob es einen Zusammenhang gibt. Nach einem Bericht der italienischen Nachrichtenagentur Ansa schließen Ermittler nicht aus, dass es sich wie zu Beginn der Sommerspiele 2024 in Paris um Sabotage handeln könnte. Verkehrsminister Matteo Salvini von der rechten Partei Lega sprach bereits von einem „Attentat“. Die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS) schloss technische Defekte als Ursache aus. Die Schäden hatten erhebliche Verspätungen zufolge, auch bei Hochgeschwindigkeitszügen. Am Nachmittag betrugen sie bis zu zweieinhalb Stunden. Auf der Strecke zwischen der Großstadt Bologna und Padua im Norden wurde nach Angaben der Behörden ein „rudimentärer Sprengkörper“ auf einer Weiche gefunden. Auf derselben Strecke wurde entdeckt, dass Stromkabel in einem Schacht durchtrennt wurden. Auf der Strecke zwischen Bologna und Ancona geriet in der Nähe des Bahnhofs von Pesaro eine Stromkabine in Brand. Die Verspätungen summierten sich auf bis zu eineinhalb Stunden.In die Ermittlungen seien auch Anti-Terror-Experten eingeschaltet, hieß es. Zumindest in Pescara wird vermutet, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. In Frankreich hatten Unbekannte kurz vor Eröffnung der Spiele im Juli 2024 koordinierte Brandanschläge auf das Netz der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge verübt. Durch zerstörte Signalanlagen und Kabel wurden drei der vier Hauptstrecken lahmgelegt. (dpa)
Die deutschen Eishockey-Frauen haben nach ihrem Fehlstart bei den Olympischen Spielen eindrucksvoll zurück in die Spur gefunden. Zwei Tage nach der Auftakt-Niederlage gegen Schweden (1:4) besiegte die Mannschaft von Bundestrainer Jeff MacLeod Japan mit 5:2 (3:0, 2:2, 0:0) und nahm das Viertelfinale wieder ins Visier. Der Einzug in die Runde der letzten acht ist bei der ersten Olympia-Teilnahme seit 2014 das Minimalziel des deutschen Teams.Kapitänin Daria Gleißner brachte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in Mailand bereits nach 44 Sekunden in Führung, Stürmerin Emily Nix (9.) erhöhte vor den Augen von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. In der Folge ließ sich das deutsche Team auch von einer stärkeren Phase der Japanerinnen nicht aus der Ruhe bringen und legte durch Nicola Hadraschek (14.) noch im ersten Drittel den dritten Treffer nach.Hadraschek (26.) mit ihrem zweiten Tor und Laura Kluge (31.) schraubten das Ergebnis in der Folge in die Höhe. Die Japanerinnen, gegen die die DEB-Auswahl ihre Olympia-Generalprobe Ende Januar noch verloren hatte, blieben nach den Anschlusstreffern durch Mei Miura (37.) und Yumeka Wajima (38.) zwar am Drücker. Zur Aufholjagd kam es jedoch nicht.Im dritten Vorrundenspiel trifft Deutschland am Montag (16.40 Uhr/ARD und Eurosport) auf Frankreich, letzter Gegner ist tags darauf (16.40 Uhr/ZDF und Eurosport) Gastgeber Italien. In der schwächer eingestuften Gruppe B ziehen die drei besten Mannschaften ins Viertelfinale ein, dort würde dem deutschen Team dann wahrscheinlich ein Duell mit den übermächtigen Mannschaften aus den USA oder Kanada drohen. (sid)
Die deutschen Skilanglauf-Frauen sind beim ersten Start bei den Olympischen Winterspielen wie erwartet ohne Medaillen geblieben. Im Skiathlon über 2 mal 10 Kilometer kam Pia Fink aus Bremelau als beste Deutsche im gut gefüllten Skistadion im italienischen Tesero auf Platz zwölf. Gold ging an Frida Karlsson aus Schweden vor ihrer Landsfrau Ebba Andersson. Bronze sicherte sich die Norwegerin Heidi Weng.Bundestrainer Peter Schlickenrieder hatte vor dem Start vor allem die starken Schwedinnen als Medaillen-Kandidaten auserkoren. Der 55-Jährige irrte mit seiner Prognose nicht. Ein Trio mit den Schwedinnen Andersson und Karlsson sowie der Norwegerin Astrid Oeyre Slind lief der Konkurrenz bereits nach rund fünf Kilometern davon. Katharina Hennig-Dotzler aus Oberwiesenthal, die vor vier Jahren in Peking überraschend Gold im Teamsprint erkämpft hatte, war als beste Deutsche nach zehn Kilometern auf Platz elf. Der Rückstand auf die Medaillen-Ränge war bereits auf 1:13 Minuten angewachsen. Fink folgte auf Rang 13. Nach dem Wechsel von der klassischen Technik auf den Skating-Stil sorgte Karlsson schnell für klare Verhältnisse und jubelte nach 53:45,2 Minuten über ihr erstes Olympia-Gold. Hennig-Dotzler fiel dagegen immer weiter zurück und kam auf Platz 30 ins Ziel. (dpa)